Praktiken des Komponierens : Soziologische, by Tasos Zembylas, Martin Niederauer

By Tasos Zembylas, Martin Niederauer

Die Autoren untersuchen kompositorische Schaffensprozesse, wobei weder einzelne KomponistInnen noch ihre Werke im Vordergrund stehen. Sie erweitern die Selbstbeschreibungen der KomponistInnen beziehungsweise deren Ich-Perspektiven durch einen soziologisch und wissenstheoretisch inspirierten Ansatz, um Inhalte herauszuarbeiten, die sonst im Hintergrund der situativen Aufmerksamkeit bleiben. Somit richtet sich das Interesse der Autoren auf jene Komponenten und Bedingungen, die künstlerische Handlungsfähigkeit konstituieren. Kompositionsprozesse werden folglich als offene und dynamische Vorgänge betrachtet. Hören, Fühlen, Vorstellen, Suchen, Entwerfen, Ausprobieren, Spielen, Nachdenken, Notieren und Korrigieren stellen eine kleine Auswahl der vielschichtigen kompositorischen Aktivitäten dar. Künstlerisch-praktisches Können bildet sich aus einer steten Verzahnung solcher Aktivitäten, denen kognitive, sinnliche, körperliche und erfahrungsgeleitete Wissensformen zugrunde liegen.

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Ich glaube, das werde ich sicher nie können, gleich in den Computer hineinschreiben. “ Auch Bernhard Gander sagt, dass er nur mit der Hand schreibe: „Mit der Hand habe ich einfach mehr Übersicht. Ich kann die Papiere nebeneinander auf- oder am Boden hinlegen. Beim Computer muss ich irgendwie durchscrollen. Die Handschrift verrät auch, was für mich wichtig ist. “ Durch handschriftliches Notieren können KomponistInnen gestische Andeutungen einfügen.

Das ist ein ganz, ganz heikles Gebiet. “ Die Gründe dafür sind unterschiedlich. “ Partituren stellen demzufolge keine geeignete Grundlage für Feedback und Austausch dar, weil die Musiknotationen nur Zeichen und keine hörbaren Klänge sind. Beurteilt wird die Komposition letztendlich aufgrund der konkreten Aufführung, sprich der musikalischen Realisierung, die zudem an die praktischen Fähigkeiten, Interpretationsleistungen und den Umgang der MusikerInnen mit situativen Aufführungsbedingungen gebunden ist.

Er spielt das Instrument jedoch nicht selbst und beschreibt, wie er sich für eine Komposition eine Tuba ausgeborgt und begonnen hat, „die Tuba zu behandeln wie ein Kind, das gar nicht weiß, dass man da reinblasen kann. Ich habe sie einmal genommen und wie ein Schlagzeug behandelt. “ Es wäre naheliegend, das Instrument nach der tradierten Verwendungsweise zu gebrauchen. Dadurch würden jedoch unbekannte Möglichkeiten, die das Instrument aufgrund seiner materiellen Beschaffenheit aufweist (Form, Material oder Vorrichtungen wie Klappen und Tasten) nicht nutzbar gemacht.

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