Der Nachrichtenwert im situativen Kontext: Eine Studie zur by Ingrid Andrea Uhlemann

By Ingrid Andrea Uhlemann

Das Buch widmet sich der Frage, wie die Publikationschance eines Ereignisses neben dem Nachrichtenwert durch die aktuelle Nachrichtenlage und die zeitlichen Produktionsbedingungen beeinflusst wird. Den theoretischen Rahmen dafür bildet der DTA in Verbindung mit der Nachrichtenwerttheorie. Zur Beantwortung wird eine Input-Output-Analyse durchgeführt, bei der fabric von Nachrichtenagenturen mit der Berichterstattung zweier regionaler Tageszeitungen verglichen wird. Die Ergebnisse zeigen einen hohen Stellenwert des Nachrichtenwerts gegenüber zeitlichen Einflüssen und weisen auf einen konkurrenzbedingten Schwellenwert hin.

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Je mehr ein Realitätsausschnitt dem entspricht, was Journalisten für eine wichtige Nachricht halten, desto größer ist sein Wert. Wenn nun die Nachrichtenfaktoren von Meldungen mit hohem und mit niedrigem Nachrichtenwert verglichen werden, dann erhält man lt. ). Schulz codiert das untersuchte Material in seiner Analyse nach insgesamt 18 Nachrichtenfaktoren, die er theoretisch sechs grundlegenden Faktorendimensionen zuordnet (Schulz 1990: 24-24): ƒ ƒ ƒ ƒ ƒ ƒ ZEIT: Dauer, Thematisierung NÄHE: räumliche, politische und kulturelle Nähe, Relevanz STATUS: regionale Zentralität, nationale Zentralität, persönlicher Einfluss, Prominenz DYNAMIK: Überraschung, Struktur VALENZ: Konflikt, Kriminalität, Schaden; Erfolg IDENTIFIKATION: Personalisierung, Ethnozentrismus 38 3 Entwicklung und Stand der Nachrichtenwertforschung Den Faktor Schwellenwert operationalisiert Schulz, indem er alle Nachrichtenfaktoren in mehreren Intensitätsstufen misst.

Elitenation und Eliteperson verloren dabei ihre Wirksamkeit, alle anderen Faktoren erhöhten auch unabhängig vom Ausmaß der Beachtung die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis als wichtigste Auslandsnachricht genannt wird. ). Die Komplementaritätshypothese, gemäß der ein hoher Nachrichtenfaktor einen niedrigen Faktor ausgleichen kann, bestätigte sich bei Sande für die Faktorenpaare Eliteperson/Elitenation, Elitenation/Negativismus, Eliteperson/Nega- 7 gestestet mit dem Chi2-Test nach den Häufigkeitsangaben von Sande 36 3 Entwicklung und Stand der Nachrichtenwertforschung tivismus.

Die Stichprobe setzt sich aus insgesamt vier Wochen in den Jahren 1992, 1995, 1998 und 2001 zusammen, wobei einige Sender nicht in allen untersuchten Jahren Nachrichtensendungen ausstrahlten. Da die Analyse auch vor dem Hintergrund einer möglicherweise zunehmend emotionalen Darstellungsweise von Nachrichten durchgeführt wurde, wurden neben dem, entsprechend dem Vorgehen von Eilders (1997) modifizierten, Nachrichtenfaktorenkatalog von Staab (1990; vgl. 1) auch die bildliche Darstellung von Emotionen, Sex/Erotik und der durch die Befragung der Redakteure identifizierte, fernsehspezifische Nachrichtenfaktor Visualität erfasst.

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