Arbeitsmarktpolitik in der sozialen Marktwirtschaft: Vom by Silke Bothfeld, Werner Sesselmeier, Claudia Bogedan

By Silke Bothfeld, Werner Sesselmeier, Claudia Bogedan

Mit der Einführung des AFG 1969 wurde die aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland nicht nur als software des Marktausgleichs kodifiziert, sondern diese als ein ‚emanzipatorisches Projekt’ in den sozialpolitischen Kontext der Bundesrepublik eingeführt. Seitdem hat sie - in mehreren Etappen - einen tief greifenden Gestaltwandel erfahren, bis hin zur jüngsten Revision ihres Instrumentariums und ihrer Leistungsseite. In 24 Kapiteln bietet dieser Band eine examine der Grundprinzipien der deutschen Arbeitsmarktpolitik, analysiert die einzelnen Teilbereiche unter dem Aspekt einer veränderten Grundlogik, hinterfragt die veränderten Steuerungslogiken und die Rolle der beteiligten Akteure und thematisiert Herausforderungen, auf die die Arbeitsmarktpolitik zukünftig reagieren muss.

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Nationale Identität im Wandel: Deutscher Intellektuellendiskurs zwischen Tradition und Weltkultur

Die Konstruktion nationaler Identität im Intellektuellendiskurs hat sich in Deutschland grundlegend verändert. Wie ist dieser Wandel zu beschreiben, used to be waren wichtige Etappen und in welchen Dimensionen hat sich der Wandel vollzogen? Fragen wie diese beantwortet Eunike Piwoni anhand einer komparativen examine von sieben für die deutsche Zeitgeschichte relevanten Debatten zur Frage nationaler Identität über einen Zeitraum von 25 Jahren.

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Deshalb steht die EU als Intermediär zwischen OECD mit deren Forderungen und den nationalen Regierungen, die die Forderungen der OECD im Rahmen der EU umsetzen sollen (Armingeon 2004: 239). Diese Umsetzung erfolgt mit der EBS, die den einzelnen Wohlfahrtsstaaten Leitlinien zur Gestaltung der Arbeitsmarktpolitik an die Hand gibt. Diese Leitlinien konzentrieren sich auf Flexicurity, die einerseits die Flexibilisierung (Flexibility) berücksichtigt, aber andererseits der sozialen Absicherung (Security) Rechnung trägt.

Eine Erklärung für die unterschiedlichen Entwicklungen waren die Ansatzpunkte in der Arbeitsmarktordnungspolitik, die von den Volkswirtschaften im Einklang mit der Art der Arbeitsmarktflexibilität gewählt wurden (OECD 2010c). Im Hinblick auf den ordnungspolitischen Rahmen wurde insbesondere in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden die Beschäftigungssicherheit als vornehmliches Ziel ausgegeben. Hierzu wurden die arbeitsmarktpolitischen Instrumente, die die interne Flexibilität fördern, verstärkt eingesetzt.

Während eines Abschwungs Lohnzurückhaltung aus (Bassanini/Duval 2006: 91). Allerdings kann sich dies negativ auf die Beschäftigung niedrig qualifizierter Arbeitskräfte auswirken, deren Produktivität unterhalb der tariflichen Entlohnung liegt. Dezentral organisierte Gewerkschaften tragen dagegen der unternehmerischen Situation Rechnung. So beeinflussen sie die Beschäftigung ebenfalls Arbeitsmarktpolitik im wohlfahrtsstaatlichen Vergleich 33 positiv. Insgesamt reagiert der Lohn im unteren Bereich unabhängig vom Zentralisierungsgrad der Gewerkschaften nicht flexibel.

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